Follikel sorgt dafür, dass das Haar in der Haut verankert bleibt und nicht ausfällt
Der Begriff „Follikel“ ist arbiträr, weshalb zur besseren Differenzierung meist von Haarfollikeln die Rede ist, wenn es um den Haarwuchs geht. Beim Haarfollikel handelt es sich um eine epidermische Struktur, die das Haar in der Haut verankern. Das Follikel ist dabei um die Haarwurzel herum angelegt, wodurch sie die Haare in ihrer Gesamtstruktur in der Haut festhalten, um es vor dem Ausfallen zu bewahren.
Den Follikel kann man sich wie eine kleine Schutzschicht vorstellen, die wie ein kleiner Sack eng um die Haarwurzel herumgelegt ist, die perfekt in die trichterförmige Einbuchtung eingepasst ist, aus der das Haar nachher herauswächst. Im Follikel befinden sich feinste Muskeln und Nervenverbindungen, sowie die Mündungen von Talgdrüsen und bisweilen auch Duftdrüsen. Dadurch ist der Haarfollikel nicht nur für den festen Sitz von Haaren zuständig, sondern ist unter anderem auch dafür verantwortlich, dass man bei bestimmten Reizen eine Gänsehaut bekommt.
Wenn sich der auch Haarbalg genannte Follikel an der äußeren Schicht entzündet spricht man auch von einer Follikulitis. Diese Entzündungen können überall am Körper auftreten, wo Haare wachsen und unter Umständen zur Bildung von Abszessen und Furunkeln führen, die nicht immer lokal medikamentös behandelbar sind. Auf der Kopfhaut bilden sich diese Entzündungen seltener, da sie vor allem bei extremer Reizung (zum Beispiel durch Rasuren, Reibung oder Bakterien, die sich unter anderem bei extremem Schwitzen bilden) entstehen – unmöglich ist es jedoch nicht. Zur Behandlung können antibakterielle Shampoos und Haarpflegeprodukte angewandt werden – bei extremer Ausprägung helfen jedoch oft nur antibiotische Mittel.