Die besten Lockenwickler für alle Haartypen

Lockenwickler sind wahrscheinlich das einzige Beauty-Produkt, das gleichermaßen mit wunderschönen Models im Backstagebereich einer Modenschau assoziiert wird, wie auch mit schrulligen Omas in Plüschpantoffeln und Bademänteln. Und es gibt genau so viele verschiedene Lockenwickler, wie es Stylings gibt, die sich damit zaubern lassen.

Lockenwickler sind die beste Alternative sowohl für Beach Waves als auch für definiertere Ringellocken. Und sie sind sicherer und gesünder für die Haare (und in der Handhabung), als Lockenstäbe. Doch bei der großen Auswahl unterschiedlichster Lockenwickler ist es oft nicht so einfach, sich für die passenden zu entscheiden, um am Ende die Lockenpracht zu haben, die man sich wünscht. Genau hier kommt unser kleiner Guide ins Spiel, der Euch helfen soll, Euch in der wunderbaren Welt der Lockenwickler zurechtzufinden – wir verraten Euch, wie Ihr sie benutzt, wie sie locken und wo Ihr sie herbekommt.

Was sind Lockenwickler und wie funktionieren sie?

Lockenwickler ist ein Sammelbegriff für eine bestimmte Art Stylingtool, mit dem Ihr eure langen Haaren in nicht-permanente Locken legt. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Methoden: die hitzeinduzierte und die manuelle. Das Locken selbst funktioniert, indem Ihr eine Strähne eurer Haare um den zylindrischen Lockenwickler herumlegt und aufdreht. Je nachdem, für welche Art Lockenwickler Ihr Euch entscheidet, müsst Ihr sie nur wenige Minuten oder mehrere Stunden im Haar belassen, damit die Haare die Form der Wickler annehmen und sich so locken. Der Einsatz von Lockenwicklern ist eine Jahrhunderte alte Stylingtechnik. Die ersten beheizten Lockenwickler wurden in den 30er Jahren entwickelt und mittlerweile ist das Sortiment so umfangreich, dass es für jede Haarstruktur, verfügbaren Zeitrahmen und gewünschten Look die passenden Lockenwickler gibt.

Selbsthaftende Lockenwickler

Oft auch einfach Haftwickler genannt, verleiht der bescheidene Vertreter der Gattung Lockenwickler spielend leicht sowohl voluminöse, lockere Locken, als auch kleine, enge Ringellöckchen. Für den Durchmesser der Locken und damit den Look sind die Größe der Lockenwickler ausschlaggebend und wie Ihr sie benutzt.

Selbsthaftende Lockenwickler könnt Ihr grundsätzlich für jede Haarstruktur verwenden. Am besten funktionieren sie aber mit dünneren und glatten Haaren, denen sie dann mehr Volumen verleihen. Bei der Dicke der Haarpartien und Strähnen solltet Ihr Vorsicht walten lassen, ebenso wie bei der Spannung, die Ihr auf die Haare gebt. Zur Orientierung: Teil eure langen Haare in Partien, die etwa so dick sind, wie der Durchmesser des Haftwicklers.

Zum Wickeln sollten Eure Haare am besten frisch gewaschen sein. Im Idealfall nutzt Ihr vor dem Wickeln ein extra Feuchtigkeit spendendes Shampoo und den passenden Conditioner. Wringt eure Haare nach der Wäsche aus, aber trocknet sie nicht. Für die Haftwickler sollten eure Haare zwar nicht triefend nass sein, aber feuchter, als handtuchtrocken. Kämmt eure feuchten Haare vorsichtig durch und teilt sie danach mit einem Stilkamm in Parzellen. Ihr solltet zunächst 3 Sektionen abteilen: links und rechts über den Ohren und oben vom Scheitel bis vor zur Stirn. Die Haare am Hinterkopf folgen erst im nächsten Schritt.

Trennt von der ersten Parzelle eine Strähne so dick wie der Lockenwickler ab, haltet sie nach oben vom Kopf weg und massiert ein bisschen Haargel oder ein Stylingmousse ins Haar. Dann beginnt Ihr mit dem Aufwickeln. Vor allem bei dickem, dichtem Haar solltet Ihr die Haftwickler trotz selbsthaftender Eigenschaft mit einem Clip oder einer Haarklammer fixieren.

So verfahrt Ihr dann mit jeder Parzelle und widmet Euch den Haaren hinten, nachdem ihr die seitlichen Längen und die Frontpartie Strähne um Strähne aufgewickelt habt.

Ihr könnt Haftwickler auch in trockenem Haar verwenden. In dem Fall empfiehlt es sich, die Haarsträhnen vor dem Aufwickeln mit Haarspray zu besprühen.

Wie lange die Lockenwickler in eurem Haar verbleiben sollten, variiert nach dem Wunschlook, eurer Haardicke und ob Ihr sie gegebenenfalls trocken föhnt. In dem Fall reichen üblicher Weise 15 bis 20 Minuten aus; nach dem Trockenvorgang. Für intensivere Locken und ohne den Einsatz eines Haartrockners rechnet mit mehreren Stunden, die die Haftwickler in euren Haaren verbleiben müssen.

Danach entfernt die Lockenwickler vorsichtig, wuschelt mit den Fingern durch die Locken und fixiert sie nach Bedarf mit Haarspray oder Stylinglack.

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Foam Curlers – Weichschaumwickler

Die Foam Curler sind für eine Vielzahl unterschiedlicher Haarstrukturen geeignet. Für brüchiges, strapaziertes Haar allerdings besonders gut, weil sie sich nicht verheddern oder sonstige Schäden anrichten. Sie sind außerdem die beste Option, wenn Ihr eure Haare trocken lockt und die Lockenwickler über Nacht im Haar belassen wollt – sie sind einfach komfortabler, um damit zu schlafen. Die Lockenwickler sollten nur so dick sein, dass Ihr eure Haare mindestens anderthalb Mal drum herum wickeln könnt. Bei sehr feinem Haar könnten Weichschaumwickler mit zu großem Durchmesser zu schwer sein und herausfallen. Ihr müsst also vielleicht ein wenig herumprobieren, um die passenden zu finden.

Experten raten, die Weichschaumwickler am Ansatz etwas lockerer zu lassen, um Zug zu vermeiden. Foam Curler machen fluffig weiche Lockenstyles und sollten in mindestens handtuchtrockenem Haar angewendet werden. Wickelt sie dabei gerne in verschiedene Richtungen auf, um einen nicht ganz so uniformen, sondern einen natürlicheren Look zu kreieren.

Für eine vollere, weniger definierte Textur, bürstet eure Haare am nächsten Morgen mit einer Paddle Brush vorsichtig aus, nachdem Ihr die Lockenwickler entfernt habt. Wenn Ihr aber dynamischere Wellen und Locken wollt, dann empfiehlt es sich, dass Ihr zunächst ein Stylingmousse in euren handtuchtrockenen Haaren verteilt – vor allem bei sehr feinem und sehr glattem Haar. Unterteilt eure Haare wieder in Sektionen, steckt sie mit Haarklammern fest, bis ihr überall etwa gleich große Parzellen habt. Dann bürstet jede Strähne nochmals durch, bevor Ihr sie aufwickelt. Dazu haltet Ihr wiederum die Haare stramm aber nicht straff vom Kopf weg und beginnt bei den Spitzen.

Ihr könnt auch größere Lockenwickler von den Spitzen bis in die Längen drehen und kleinere von da an ab bis zum Ansatz für einen etwas abwechslungsreicheren Look. Wenn Ihr die Haare trocken föhnt, brauchen sie danach noch etwa 15 Minuten, um ihre endgültige Form anzunehmen.

Für definiertere Locken solltet Ihr auf das Bürsten verzichten und höchstens mit den Fingern die Locken etwas, nun ja, auflockern. Für mehr Volumen, beugt Euch nach vorn über und lasst die Haare nach unten hängen. Ein paar mal den Kopf schütteln und mit den Fingern etwas durch die Locken fahren. Danach mit Haarspray fixieren (am besten auch kopfüber), fertig.

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Heizwickler mit Hitze oder Dampf

Heizwickler gibt es in zweierlei Ausführung. Einmal mit Dampf, einmal als Thermo-Lockenwickler. Diese modernen Lockenwickler sind als Set in unterschiedlichen Durchmessern erhältlich. Die elektrische Aufheizstation dient gleichermaßen als Aufbewahrungsbox, die lediglich angeschaltet werden muss, wenn Ihr die Lockenwickler anwenden wollt. Heizwickler verleihen euren Haaren länger anhaltende Locken und verursachen weniger Frizz, sind aber natürlich aufgrund der Wärme mit Vorsicht zu genießen. Denn Hitze kann euer Haar schädigen. Es ist also ratsam, zuvor ein Hitzeschutzspray aufzutragen, bevor Ihr mit den aufheizbaren Lockenwicklern hantiert. Außerdem solltet Ihr diese Wickler, ähnlich wie Lockenstäbe und Glätteisen, ausschließlich in trockenem Haar anwenden. Stellt sicher, dass die Lockenwickler eure Spitzen aufnehmen, um unschöne Knicke zu vermeiden. Außerdem solltet Ihr die Lockenwickler gemäß den Herstellerangaben vorwärmen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. In der Zwischenzeit trocknet und kämmt eure langen Haare sorgfältig.

Auch bei den hitzeinduzierten Lockenwicklern müsst Ihr eure Haare zunächst wieder in gleichmäßige Parzellen einteilen. Beginnt mit dem Wickeln an der Stirnpartie, dem Pony. Danach rollt die Haare an den Seiten auf und zum Schluss die Haarpartie am Hinterkopf.

Lasst die Heizwickler so lange im Haar, bis sie vollständig abgekühlt sind. Und zwar in der gleichen Reihenfolge, in der ihr sie eingedreht habt. Danach könnt Ihr eure Locken nach Belieben stylen. Bürstet Ihr eure Locken, werden sie zu lockeren, fließenden Wellen. Bevorzugt Ihr definierte Locken, dann lockert die Haare nur mit den Fingern ein wenig auf. Mit Haarspray bleiben Euch die Locken länger erhalten. Für mehr Volumen beugt Euch wiederum vorn über und schüttelt ein paar Mal den Kopf, wuschelt danach mit den Fingern durchs Haar und schon habt Ihr fülligeres, elastischeres Haar.

Der Unterschied zwischen Dampf- und Hitzewicklern

Im Grunde genommen besteht der Unterschied zwischen den beiden Varianten der Thermo-Wickler lediglich darin, auf welche Weise sie aufgewärmt werden und wodurch sie, in Folge dessen, die Haare locken. Bei Dampfwicklern kommt Feuchtigkeit zum Einsatz, Hitzewickler funktionieren mit Hilfe trockener Heißluft. Der Vorteil von Dampflockenwicklern ist der, dass sie beim Abkühlen Feuchtigkeit ans Haar abgeben, wodurch es weicher und glänzender wird und die Locken länger halten als bei Hitzelockenwicklern.

Dank der abgegebenen Feuchtigkeit, wird elektrostatische Aufladung vermieden, eure Haare fliegen also nicht. Dampfwickler können sowohl in natürlichem Haar als auch in Kunsthaar, wie es etwa oft bei Extensions zum Einsatz kommt, verwendet werden.

Hitzewickler

Angebot Remington Lockenwickler H5600, aufheizbar, Ionen-Technologie, Wachskern, 3 Größen (20 mm, 23 mm, 27 mm), rosa/schwarz

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Dampfwickler

Caruso Professional Molecular Steam Rollers With Shields Large (6-Pack) by Caruso

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Silikonlockenwickler – Spoolies

Die kleinen, trichterförmigen Silikonformen wurden in den 50er Jahren entwickelt. Ziel war, eine einfacher zu handhabende Möglichkeit anzubieten, um einen Lockenlook zu kreieren, als traditionelle Lockenwickler mit Haarklammern am Haar befestigen zu müssen. Und tatsächlich sind sie von der Handhabung her absolut Lockenwickler-Anfänger-tauglich! Einfach eine Strähne um den Mittelteil wickeln, die Oberseite umklappen und fertig, weiter geht’s mit der nächsten Strähne.

Das Silikon ist hitzebeständig, sodass Ihr die Spoolies-Lockenwickler problemlos in Kombination mit einem Haartrockner anwenden könnt, um Zeit beim Locken wickeln zu sparen. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Material euren Haaren keine Öle entzieht. Mit einem Mouse oder einer Lockenlotion habt Ihr auch den Frizz im Griff.

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Ribbon Curler

Ribbon Curler könnt Ihr euch vorstellen wie eine Verschmelzung eines Häkelsets mit einem Lockenwickler. Bei kurzen bis mittellangen Haaren können diese innovativen Lockenwickler wahre Wunder vollbringen. Wichtig ist nur, die Haare in besonders kleine Strähnen aufzuteilen, um die Haare nicht mit aller Gewalt einzuwickeln, was Haarbruch verursachen könnte. Eine Stylingcreme, die Ihr zuvor in die Haare einarbeitet, kann das Aufwickeln etwas erleichtern.

Teilt eure Strähnen auf, führt den im Lieferumfang enthaltenen kleinen Haken durch den Ribbon Curler, greift danach nach dem Strähnenansatz, zieht die Strähne vollständig durch Lockenwickler – voilà. Das wiederholt Ihr nun für jede Strähne. Wendet die Ribbon Curler am besten in feuchtem oder handtuchtrockenem Haar an und lasst die Haare dann vollständig in den Lockenwicklern trocknen. Die Teile sind komfortabel genug, um damit auch zu schlafen, so müsst Ihr euch um Wartezeiten keine Gedanken machen. Am nächsten Morgen entfernt Ihr die Lockenwickler und könnt Euch über zauberhafte Korkenzieherlocken freuen – wenn Ihr mit der Strähnendicke ein wenig spielt, gelingen Euch auch elegante große Locken oder kleine Ringellocken und Wellen.

Das Styling eurer Locken könnt Ihr dann ganz nach Belieben handhaben: ausbürsten für mehr Volumen und welligere Haare oder den Ansatz aufwuscheln mit den Fingern für definiertere Ergebnisse oder gar nichts weiter und die Engelslocken mit Haarspray fixieren.

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Magnetische Lockenwickler

Magnetische Lockenwickler sind super Anfänger freundlich. Die Magnetwirkung zieht die Haare an den Lockenwickler heran und nimmt euch die Koordination beim Aufwickeln zu großen Teilen ab. Einen großen Nachteil haben die magnetischen Wickler allerdings: sie funktionieren nur mit nassem Haar. Alternativ könnt Ihr auch Haargel in handtuchtrockenem oder ganz trockenem Haar ausprobieren. Durch die klebrige Oberfläche könnte der Magnet-Effekt trotzdem zum Tragen kommen. Am besten werden eure Locken aber, wenn ihr keinerlei Stylingprodukte anwendet und das frisch gewaschene, noch gut feuchte Haar aufwickelt. Das bedeutet in der Folge auch, dass Ihr viel Geduld aufbringen müsst, bis eure Locken Stand haben. Denn mit einem Haartrockner sollte Ihr euren Magnetlockenwicklern nicht zu Leibe rücken. Eine Trockenhaube könnt Ihr allerdings ausprobieren. Weil die nur mit Hitze, nicht mit Luftstrom trocknet, sodass eure Haare nicht während des Trocknens aufgewirbelt und eure Locken "vom Winde verweht" werden.

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