Schuppen abgestorbene Hautpartikel von der Kopfhaut
Schuppen sind abgestorbene Hautpartikel, die sich auf dem Kopf bilden. Oft geht das Entstehenden Schuppen mit einem Juckreiz einher. Starke Ausprägungen können auch mit ernsthaften Entzündungen einher gehen. Die Bildung von Schuppen ist nicht grundsätzlich auf mangelhafte Hygiene zurückzuführen, kann durch zu seltenes oder gar kein Waschen und Bürsten jedoch verstärkt werden. Schuppen können den Betroffenen sehr unangenehm sein, vor allem in Extremfällen, in denen sie sogar ohne jegliches Zutun auf dem Kopfhaar sichtbar sind oder bei der geringsten Berührung der Haare herunter rieseln.
Die genauen Ursachen für eine verstärkte Bildung von Schuppen sind unklar. Genetische Prädisposition wird genauso dazu gerechnet wie Umwelteinflüsse und bestimmte dermal und organische Erkrankungen. Auch unausgewogener Ernährung und Stress, sowie dem allgemeinen Alterungsprozess kann eine Beteiligung zugeschrieben werden. Die Verwendung ungeeigneter Haarpflegemittel kann Schuppenbildung zusätzlich begünstigen.
Wirkstoffe in speziellen Anti-Schuppenshampoos sollen die trockenen Hautpartikel und vor allem ihre dermalen Ursachen in den Griff kriegen. Darum sind solchen Haarprodukten oft Inhaltsstoffe wie Ketoconazol (antimykotisch), Seleniumsulfid (hemmt die Talgproduktion), Zink-Pyrithion (verlangsamt die Ausbildung von Hefepilzen), Teertenside (antimykotisch), Salizylsäuren (löst Hautzellen ab) oder Teebaumöl (antimykotisch, antibiotisch, antiseptisch) bzw. eine Kombination der verschiedenen Ingredienzen. Auch Grüntee findet sich mittlerweile öfters in Anti-Schuppen-Haarprodukten.
Welche Inhaltsstoffe am Ende wirklich Wirkung zeigen, ist individuell verschieden und oft nur über Ausprobieren herauszufinden. Es ist außerdem abhängig davon, ob es sich um trockene oder fettige Schuppen handelt. Trockene Schuppen mit Salizylsäure oder Teebaumöl zu behandeln kann das Problem sogar verstärken.
Ebenso kann eine übermäßige Anwendung von Anti-Schuppenprodukten dauerhaft zum Problem werden. Shampoos, Kuren und Conditioner mit Anti-Schuppen-Wirkung sollten nur so lange regelmäßig angewandt werden, bis die Schuppenbildung unter Kontrolle ist. Danach sollten sie nur noch in Kombination bzw. abwechselnd mit normalem Shampoo verwendet werden, weil ein spezielles Anti-Schuppenshampoo bei langfristigem Gebrauch eventuell an Effektivität verliert.
Zeigen die im Handel erhältlichen Pflegeprodukte keine Wirkung auf die Schuppenbildung kann ein Besuch beim Hautarzt und die Anwendung apothekenpflichtiger Haarpflegemittel helfen.