Intensivtönung intensiver als Tönung und schwächer als Coloration
Eine Intensivtönung kann man als Mittelweg zwischen einer Coloration, also einer permanenten Färbung, und einer Tönung, einer nur wenige Haarwäschen anhaltenden Färbung, verstehen. Man spricht darum auch von einer semipermanenten Coloration oder Haarfarbe. Bei der Intenstivtönung dringen die Farbpigmente tiefer in die Haare ein, als bei einer Tönung, jedoch nicht ganz so tief wie bei einer Coloration. In der Folge wird ein Teil der Pigmente beim Waschen entfernt, während der tiefer eingedrungene Anteil der Farbpigmente herauswächst.
Durchschnittlich hält die Farbe 20 bis 25 Haarwäschen lang, bevor sie beginnt, sichtbar zu verblassen. Damit diese Semipermamenz erreicht werden kann, werden der Tönung Aktivatoren, sogenannte Alkalisierungsmittel wie Ammoniak beigemengt. Diese rauen die Haaroberfläche (Schuppenschicht) auf, wodurch ein Teil der Farbpigmente ins Innere des Haares eindringen und sich darin ablagern kann.
Die Farbpigmente einer Intensivtönung bestehen aus größeren und kleineren Partikeln, von denen nur die feinen Farbstoffe unter die angeraute Schuppenschicht gelangt. Diese sogenannten Nitrofarbstoffe (Direktzieher) sorgen für die längere Haltbarkeit der Intensivtönung gegenüber der herkömmlichen Tönung. In der Reaktion mit sogenannten Phenylendiamine schafft es die Intensivtönung, auch graue und weiße Haare bis zu 75% abzudecken.