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Glätteisen lockigem oder gewelltem Haar Feuchtigkeit entziehen

Ein Glätteisen (bisweilen auch Haarglätter genannt) ist ein Stylingwerkzeug, mit dem man durch Hitzeeinwirkung die Struktur von Haaren vorübergehend verändern kann. Die meisten Glätteisen funktionieren elektrisch. Es sind aber auch kabellose Modelle erhältlich, die dann über einen Akku verfügen. Der zu häufige, zu intensive und falsche Gebrauch von Glätteisen kann das Haar empfindlich schädigen.

Glätteisen sehen aus, wie Zangen. Zwischen die abgeflachten Heizplatten werden einzelne Strähnen eingeklemmt und der Haarglätter dann vom Ansatz zu den Spitzen entlang den Längen der Haare nach unten gezogen. Während diesem Vorgang brechen die Heizplatten im Glätteisen die positiven Wasserstoffbrücken im Haarinneren auf, wodurch die Haarstruktur sich öffnet und das Haar biegsam und formbar wird. Durch das Aufbrechen der Feuchtigkeitsmoleküle kann das Haar seine natürliche Form nicht mehr halten, Locken werden also geglättet. (Das gleiche Prinzip kommt auch im umgekehrten Fall zum Einsatz, wenn man glatte Haare mit einem Lockenstab lockt.)

In den meisten modernen Haarglättern sind Heizplatten aus Keramik verbaut. Bei minderwertigen Geräten sind die Heizplatten lediglich mit einer einfachen Schicht aus Keramik ähnlichem Material überzogen. Bei hochwertigen Glätteisen ist fast immer echte Keramik verbaut. Diese gilt aufgrund ihrer thermischen Eigenschaften als schonend für das Haar.

Kein Vergleich zu den frühen Haarglättern, die mit Heizplatten aus Metall ausgestattet waren – ein Material, das Hitze sehr gut leitet und so sehr schnell sehr heiß wird, was die Haare in kürzester Zeit zerstören, bisweilen gar verbrennen konnte. Man muss dabei auch bedenken, dass die ganz frühen Modelle auf dem Herd oder in heißen Kohlen aufgewärmt wurden. Die Temperatur konnte nicht wirklich kontrolliert werden. Für Zuhause wäre dies keine Option gewesen. Immerhin hatten Friseure ihre Erfahrung, mit der sie die fehlende Temperaturregulierung ein wenig ausgleichen konnten.

Das erste moderne Glätteisen wurde 1909 patentiert. Davor waren sogenannte Glättbürsten (engl. Hot Combs) üblich. Für den Hausgebrauch waren Glätteisen lange nicht verfügbar, weshalb ganz gewitzte Frauen in den 1960ern sogar auf Bügeleisen zurückgriffen, um ihre Haare DIY zu glätten.

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