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Parabene

Bei Parabenen handelt es sich um Inhaltsstoffe, die in der Kosmetik, und somit auch in Shampoos, Conditionern und diversen Stylingprodukten, als Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Parabene sind Ester und Salze einer bestimmten chemischen Verbindung, der para-Hydroxybenzoesäure. Diese wiederum ist eine Stoffgruppe innerhalb aromatischer chemischer Verbindungen. Die meisten Parabene sind antiallergen. Vor allem aber wirken sie antimikrobiell und fungizid. Das bedeutet, sie verhindern, dass sich in Pflegespülung und Co. Pilze oder Bakterien ansammeln. So wird deren Wirkung und Anwendedauer sichergestellt.

Als besonders gut erprobt gelten die Parabene Methylparaben und Ethylparaben. Davon dürfen bis zu 0,4 Prozent in Kosmetikprodukten verwendet werden. Bei weniger gut erforschten Parabenen — wie Propylparabenen und Butylparabenen — liegt der Grenzwert unter 0,2 Prozent. Die Verwendung anderer Parabene stuft das Bundesinstitut für Risikobewertung als nicht ratsam ein. Benzylparaben ist gar komplett verboten.

Parabene stehen seit einigen Jahren als allgemeine Stoffgruppe in der Kritik, weil die Wirkung auf die Gesundheit und Umwelt verschiedener Parabenarten entweder unzureichend erforscht ist, oder aber in Untersuchungen mit Krebs und hormonellen Veränderungen in Verbindung gebracht wurde. Parabene haben Untersuchungen zufolge eine Östrogen ähnliche Struktur. Darum wird ihnen nachgesagt, sich im menschlichen Hormonhaushalt abzulagern, denn sie werden über die Haut in den Organismus aufgenommen.

Das Problem der Kosmetikindustrie ist, dass sie Parabene nur schwer gegen andere Konservierungsmittel austauschen können, weil viele Alternativen ein deutlich höheres Allergiepotential aufweisen, als Parabene. So werden Parabene bisweilen durch höhere Alkoholanteile oder ätherische Öle ersetzt, um Keimbildung und Bakterienbefall entgegenzuwirken. Manche Verbraucher können damit aufgrund von Allergien oder Hautkrankheiten mehr Probleme haben, als mit Parabenen.