Haarkreide-Guide: Das müsst ihr über den Farbtrend wissen
Pastellfarben sind voll im Trend. Aber nicht jeder möchte seine Haare einer langanhaltenden Radikalkur - die je nach Haarfarbe auch noch eine Blondierung beinhaltet - unterziehen. Da muss es doch etwas besseres geben!? Und in der Tat. Dank Haarkreide kann nun wirklich jede und jeder ohne Reue mit den verrücktesten Haarfarben experimentieren. Denn die Kreide ist auswaschbar und allerspätestens nach zwei gründlichen Haarwäschen aus den Haaren verschwunden. Außerdem ist sie super einfach anzuwenden und günstiger als ein langwieriger Friseurbesuch zum Colorieren allemal.
Das müsst ihr über Haarkreide wissen
Klingt alles erstmal total super. Ein paar (kleinere) Nachteile hat aber auch Haarkreide. Leider. Bevor ihr also vom Ergebnis enttäuscht seid, stellt euch darauf ein, dass
- Haarkreide funktioniert bei blonden Haaren am besten. Je nach Farbe und Qualität lassen sich damit zwar auch in dunklen Haaren witzige Highlights schaffen, aber erwartet keine Wunder, wenn eure langen Haare dunkelbraun oder schwarz sind.
- das Kreidepulver euren Haaren Feuchtigkeit entzieht. Benutzt zum Auswaschen der Haarkreide unbedingt ein tief reinigendes oder ein Feuchtigkeitsshampoo. Und vergesst hinterher unbedingt den Conditioner nicht!
- die Kreide in bzw. an euren Haaren ziemlich wahrscheinlich auf Mützen und Bettbezüge abfärben wird. Zwar könnt ihr die Pigmente mit ein paar Hilfsmitteln gut haltbar machen. Aber am Ende liegt das Kreidepulver eben doch auf dem Haar und kann sich durch Reibung lösen.
Tipps zum Umgang mit Haarkreide
Es gibt verschiedene Arten Haarkreide und jede hat ihre speziellen Eigenschaften, die ihr beim Auftragen beachten solltet. Folgt also unbedingt den Anweisungen auf den Verpackungen. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die für alle Kreiden gelten. Mit unseren Tipps könnt ihr die Haarkreide möglichst schonend und langlebig in eure langen Haare einarbeiten.
- Wenn ihr Handschuhe benutzt, könnt ihr vermeiden, dass die Kreide eure Finger und Hände mit färbt - auch wenn die Farbe nur kurzfristig auf der Haut bleibt.
- Legt ein altes oder dunkles Handtuch über eure Schultern. So vermeidet ihr dass Kreidestaub auf eure Kleidung gerät.
- Feuchtet eure Haar an, bevor ihr die Haarkreide auftragt. (Beachtet hier die Anleitung der Hersteller. In den meisten Fällen, sollte ein gründliches Befeuchten aber ausreichen.) Wenn ihr blonde Haare habt, könnt die Haarkreide auch auf trockenen Haaren ausreichend kräftig decken, aber feuchte Haare machen das Auftragen eindeutig einfacher.
- Wenn ihr außerdem auch die Haarkreide etwas mit Wasser benetzt, kann das die Anwendung zusätzlich vereinfachen und das Farbergebnis intensivieren. Passt nur auf, dass die Kreide nicht triefend nass ist.
- Tragt die Haarkreiden nur in eine Richtung - von oben nach unten - auf. Nie gegen den Wuchs.
- Wenn ihr mehrere Farben verwenden wollt, tragt zuerst die hellen Farbtöne auf. Es ist leichter mit Blau, zum Beispiel, Gelb zu übermalen, als umgekehrt. Und wenn die dunkleren Partikel an euren Händen oder Handschuhen hängen bleiben, könnt ihr sie auf die helleren Farben übertragen und den Farbton ggf. verändern.
- Wollt ihr den gewünschten Farbton verstärken, könnt ihr zunächst weiße Kreide auftragen und später mit dem bunten Farbton über das weiß gefärbte Haar gehen. Das kann besonders bei dunklen Haaren hilfreich sein.
- Lasst eure Haare danach vollständig trocknen. Wenn ihr die Haarkreide auf noch feuchtem Haar mit einem Glätteisen oder Lockenstab versiegeln wollt, ist das nicht nur extrem schädlich für die Haare, sondern lässt auch die Farben verschmieren - oder löst sich gleich ganz ab.
- Verzichtet, wenn möglich, auf den Einsatz eines Haartrockners. Die warme Luft könnte die Pulverpartikel wieder abtragen und dem Farbergebnis an Intensität nehmen.
- Wenn ihr die Haarkreide besser „haltbar“ machen möchtet, könnt ihr eure Haare nach dem Trocknen mit einem Lockenstab, einem Krepp- oder einem Glätteisen stylen. Die statische Wärme versiegelt die Kreidepartikel und es färbt später weniger ab. Auch Haar- oder Fixiersprays können den Halt der Kreide im Haar verbessern.
- Wascht die Kreide vor dem Zubettgehen wieder aus. Sonst färbt ihr über Nacht euer Kopfkissen ein.
Diese verschiedenen Haarkreiden gibt es
Auf dem Markt sind unterschiedliche Arten von Haarkreide erhältlich. Die einen sind in flüssiger Form oder als Spray erhältlich. Die anderen sind in Form gepresst, die an klassische Schulkreide erinnert. Und wieder andere sind in stylischen Döschen eingearbeitet, die für kleinere Touch-ups unterwegs und ein Arbeiten oder sich die Hände einzufärben besonders praktisch sind. Werfen wir also mal einen kleinen Blick auf die unterschiedlichen Haarkreiden:
- Flüssige Haarkreide
- hält im Schnitt 2 bis 10 Haarwäschen aus,
- verfügt in der Regel über einen Schwamm- oder Schaumapplikator,
- trocknet in 30 Sekunden bis 1 Minute fön- bzw. stylingfest an,
- löst sich durch vor der Wäsche einmassiertes Haaröl schneller und rückstandsloser.
- Haarkreide im Döschen
- kann auf feuchtem und trockenem Haar angewendet werden - wobei die Farbe auf feuchtem Haar besser zur Geltung kommt,
- übersteht im Durchschnitt 1 bis 3 Haarwäschen, je nachdem wie hell eure Haare sind,
- lässt sich in aller Regel sehr einfach auswaschen, bei helleren Haaren kann es ein bisschen länger dauern,
- ist besonders einfach aufzutragen,
- kann mit einem Spitzer Haarspray gut versiegelt werden.
- Klassische Haarkreide
- ist ein Stick wie Tafel- oder Straßenkreide, wodurch sie sehr kompakt ist,
- kann auf feuchtem oder trockenem Haar angewendet werden,
- hält bei den meisten Haartypen 2 bis 4 Haarwäschen stand,
- kann durch Auftragen auf feuchtes Haar bei blonden Menschen länger halten,
- solltet ihr unbedingt mit Handschuhen und einem Handtuch um die Schultern auftragen,
- lässt sich am gleichmäßigsten auftragen, wenn ihr währenddessen die Haarsträhnen zwirbelt.
- Haarkreide-Spray
- ist wahrscheinlich die Variante, die sich am einfachsten auftragen lässt,
- muss nur aufs Haar gesprüht werden, kurz bevor ihr das Haus verlasst,
- gibt schneller und früher Kreidepartikel ab und färbt ggf. eure Kleidung,
- überdauert nur wenige Haarwäschen.
Für welche Haarkreide ihr euch also entscheidet, ist einerseits eine Frage des Handlings, sprich, wie vertraut ihr mit dem Stylingprodukt seid. Andererseits auch eine Frage des Anlasses. Das ein oder andere Produkt eignet sich für ein Wochenendstyling besser, weil es sich leichter auswaschen lässt und ihr somit nicht mit bunten Haaren am Montagmorgen zur Arbeit müsst - je nachdem, wie konservativ das Arbeitsumfeld ist, ist sowas ja kein ganz unwichtiger Faktor.
So tragt ihr Haarkreide auf
Zunächst vergewissert euch, dass eure Haare frei von Stylingresten sind. Dann feuchtet die Strähnen oder Partien an, die ihr mit der Haarkreide einfärben möchtet.
Achtung! Wenn ihr helle Haare habt, kann das vorherige Anfeuchten der Haare dafür sorgen, dass die Farbe länger hält und sich schwieriger abwäscht!
Haltet die Strähne oder Haarpartie mit einer Hand fest und tragt mit der anderen Hand die gewünschte Farbe auf. Achtet darauf, dass ihr - vor allem bei Kreide im Döschen und klassischer Haarkreide - die Haarsträhnen dynamisch eindreht und zwirbelt, während ihr die Farbe in einer Abwärtsbewegung - und nur in einer solchen, niemals von unten nach oben - aufbringt. Wiederholt diesen Vorgang häufiger, um die Farbe zu intensivieren oder nur ein Mal, um einen stylischen Shade zu zaubern.
Lasst eure Haare trocknen. Achtet darauf, dass, wenn ihr einen Haartrockner verwendet, die Gefahr besteht, dass ihr die Kreide teilweise abtragen und so die Farbe verlassen lassen könntet. Lufttrocknen ist die bessere Alternative.
Mit einem Glätteisen oder Lockenstab könnt ihr, wenn eure Haare getrocknet sind, die Farbe ein bisschen versiegeln. Zuletzt das Styling mit Haarspray fixieren - das beugt ungewolltem Abfärben der Haarkreide auf eure Kleidung vor.
Je nach Haarstruktur, Haarfarbe und gewählter Applikation, aber auch Qualität der Haarkreide, kann die Farbe nur eine oder doch mehrere Haarwäschen überstehen. Manche empfehlen Spülmittel, um die Haarkreide schneller auszuwaschen. Für die Haarpflege ist das aber alles andere als ratsam. Greift im Zweifelsfall auf oben genannte Tricks zurück - massiert vor der Haarwäsche ein Haaröl ein, das trägt die Kreidepartikel einfacher ab, und verwendet ein Tiefenreinigungsshampoo.
Nach der vollständigen Entfernung aller Haarkreide- bzw. Farbreste solltet ihr euren Haaren eine pflegende Maske oder Kur zukommen lassen. So könnt ihr ihm die von der Kreide entzogene Feuchtigkeit zurückgeben und das Haar bleibt gesund und glänzend.
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